Asdonk Forum zum Thema Lymphödem, Lipödem, Phlebödem etc.

Frage
von Erika Brose - 00.00.2011 - 12:31

Sehr geehrte Frau Dr.Rüger,
habe vor15 Monaten eine Brust-OP li., hauterhaltend, bekommen. Es wurden 2 Wächterdrüsen entfernt. Brustaufbau sofort mit Implantat.
Seit einiger zeit (Monaten) beobachte ich, daß mein Körper links verschiedene dicke Stellen aufweist: Schlüsselbein, linke Bauchseite. Unterm Arm befindet sich eine Verdickung, die ich hin und her schieben kann. Der linke Arm ist jedoch nicht geschwollen. Ich fühle mich auch linksseitig "schwer". Ich habe nur in der Reha Lymphdrainage linksseitig erhalten. Zu Hause habe ich mir 10 lymphdrainagen privat bezahlt.
Bitte können Sie mir sagen, ob ich hier Abhilfe schaffen kann und wie?

Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank

Erika Brose


Antwort von Stefan Fröhlich am 00.00.2011 um 09:18

Sehr geehrte Frau Brose,
erlauben Sie mir, dass ich stellvertretend für Frau Dr. Rüger Ihre Anfrage beantworte. Sowohl bei der von Ihnen beschriebenen Brust-OP, als auch bei der Entnahme von "Wächterlymphknoten" kann es zur Schädigung von Lymphgefäßen mit anschließender Ausbildung einer Lymphabflussstörung und Ödembildung kommen. Die Möglichkeit der Ausbildung eines Ödems ist dabei nicht auf die OP-seitige Extremität beschränkt, sondern kann auch den Rumpf betreffen. Bei aller Zurückhaltung gegenüber Ferndiagnosen, die Sie sicherlich verstehen werden, ist bei dem von Ihnen geschilderten Beschwerdebild tatsächlich an ein sekundäres Lymphödem zu denken. Eine Abklärung des Befunds, z. B. durch eine ambulante Untersuchung in einer lymphologischen Fachklinik oder im Rahmen einer stationären Rehabilitation, kann daher nur dringend empfohlen werden. Die von Ihnen persönlich finanzierten Lymphdrainagen sind beim Vorliegen einer Lymphabflussstörung grundsätzlich verordnungsfähig und zu Lasten der Krankenkasse abzurechnen, wobei dieFachrichtung des verordnenden Arztes keine Rolle spielt. Sollte sich die Diagnose eines sekundären Lymphödems bestätigen, so ist vom Vorliegen einer chronischen Erkrankung auszugehen, die einer lebenslangen, konsequenten und qualifizierten Versorgung bedarf, um die Invalidität zu vermeiden und die persönliche Selbstständigkeit und Lebensqualität so lang wie möglich zu erhalten. Sollten weitere Fragen bestehen, so stehe ich für deren Beantwortung gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
S. Fröhlich Patientenmanager


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